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Editorial

Im Interview mit Matthias Schweighöfer

Neue Filme, bekannte Gesichter und persönliche Gespräche: Auch 2026 begleitet das Dolder Grand das Zurich Film Festival als Partner. Das ZFF feiert den Film das ganze Jahr über – mit elf Festivaltagen als Höhepunkt, an denen Zürich zur Bühne für internationales Kino wird. Es bringt Filmschaffende, Talente, Branchenvertretende und rund 135’000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Mit der Förderung des Nachwuchses, dem ZFF für Kinder und dem Branchentreffen Zurich Summit schafft das Festival Raum für neue Stimmen, Austausch und Begegnungen.

Bevor das 22. Zurich Film Festival vom 24. September bis 4. Oktober 2026 stattfindet, blicken wir auf das vergangene Festivaljahr zurück: 2025 trafen wir Matthias Schweighöfer im Dolder Grand zum Gespräch. Im Mittelpunkt standen sein Film «Das Leben der Wünsche», seine Entwicklung als Schauspieler und Regisseur sowie die Frage, was ihn künstlerisch und persönlich bewegt. Ein kurzes Interview über Kino, Werte und die Kunst der Einfachheit.

Im Interview

Du bist beruflich vielfältig unterwegs – Schauspieler, Produzent, Synchronsprecher, Moderator, Sänger und gemeinsam mit Joko Winterscheidt und Juliane Eller hast du Weine unter dem Label «III Freunde» entwickelt. Was macht dir im Moment am meisten Freude?

Es ist tatsächlich die Kombination aus Schauspiel und Regie – also die Verantwortung für eigene Stoffe zu tragen. Das liebe ich. In den USA bin ich stärker als Filmemacher unterwegs, da habe ich mehr Raum für Inszenierungen. Der Wein entstand ursprünglich aus einer spontanen Idee unter Freunden. Heute ist er ein erfolgreiches Projekt – besonders unsere alkoholfreien Varianten kommen bei einer jungen Zielgruppe hervorragend an.

Gestern wurde am ZFF dein neuer Film «Das Leben der Wünsche» gezeigt. Wie war die Gala-Premiere in Zürich?

Es war sehr berührend, die Resonanz des Publikums zu erleben – an welchen Stellen sie lachen, an welchen sie nachdenklich werden. Auch internationale Branchenfreunde waren bewegt. Man hat die Magie des Kinos gespürt, und das ist genau das, was mich antreibt. Für mich beginnt mit diesem Film auch eine neue Reise: Meine Projekte werden erwachsener, tiefsinniger, bleiben aber humorvoll.

Du blickst bereits auf eine erfolgreiche internationale Karriere zurück. Wenn du drei Wünsche frei hättest – welche wären das?

Ich versuche, Wünsche nicht als etwas Passives zu sehen, sondern als etwas, das mit Verantwortung verbunden ist. Meine drei wichtigsten Werte sind Frieden, Dankbarkeit und Achtsamkeit. Für all das muss man auch selbst etwas beitragen – das ist mir wichtig.

Eine Person in einem schwarzen Hemd und Jeans steht auf einer Treppe mit verziertem Geländer und blickt nach oben. Auf der Treppe liegt ein roter Teppich, und darüber befindet sich ein Buntglasfenster.
Matthias Schweighöfer am Zürich Film Festival 2025

Wir sind hier im Dolder Grand. Hattest du schon Kontakt mit dem Concierge?

Noch nicht – aber ich geniesse es sehr, an solchen Orten Gast zu sein. Mein erster Blick geht immer aus dem Fenster, hinein in die Natur. Diese Momente der Ruhe sind für mich genauso wertvoll wie jede Dienstleistung.

Du warst schon mehrfach beim ZFF. Was gefällt dir besonders an Zürich und am Festival?

Das Festival hat etwas Behütetes und gleichzeitig Hollywood-Charme. Man kommt sehr persönlich mit den Menschen in Kontakt. Der grüne Teppich hier in Zürich hat eine besondere Energie – im Vergleich zu vielen anderen Festivals ist es intimer und unmittelbarer.

Welche deiner Freunde hast du zum ersten Tasting eurer Weine eingeladen?

Die ersten Verkostungen waren ganz privat im Freundeskreis. Inzwischen hatten wir aber Gäste wie Jamie Oliver dabei – ein schönes Zeichen, wie weit die Idee gekommen ist.

Der Chef Fine Dining & Culinary Director hier, Heiko Nieder, ist mit 2 Michelin-Sternen ausgezeichnet. Gibt es ein Gericht, das du dir wünschen würdest?

Ich mag es beim Essen wie auch im Leben lieber schlicht und fokussiert. Ein gutes Stück Fleisch, ein frischer Salat und ein cremiger Kartoffelbrei – das reicht mir vollkommen. Oder, wie von Heiko Nieder serviert, in Form eines Kartoffelschaums. Perfektion liegt oft in der Einfachheit.


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