Grossmünster

Die imposante Kirche mit den Zwillingstürmen gilt als Wahrzeichen von Zürich. Der Legende nach liess Karl der Grosse über den Gräbern der Stadtheiligen Felix und Regula eine erste Kirche als Chorherrenstift errichten. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Grossmünster zum Ausgangspunkt der deutschschweizerischen Reformation unter Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger. Die damals dem Stift angeschlossene theologische Schule wurde zur Keimzelle der Zürcher Universität. Das Glasfenster von Sigmar Polke, die romanische Krypta, die Chorfenster von Augusto Giacometti, die Bronzetüren von Otto Münch sowie das Reformationsmuseum im Kreuzgang sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten im Grossmünster.

Uetliberg

Im Westen von Zürich erhebt sich der Hausberg der Stadt. Vom Gipfel des Uetlibergs (871 Meter über Meer) bietet sich eine prachtvolle Rundsicht über die Stadt und den See bis hin zu den Alpen. Im Sommer ist der Uetliberg Ausgangspunkt für ausgeschilderte Wanderungen und Bike-Trails sowie für den Planetenweg. Die zweistündige Wanderung entlang des Planetenwegs führt bis zur Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg in Adliswil und erlaubt einen faszinierenden Einblick ins Sonnensystem. Im Winter werden manche der Wanderwege für rasante Schlittelabfahrten präpariert.

Rathaus

Schon vor über 700 Jahren stand am rechten Limmatufer ein Rathaus. Der heutige, dritte Bau ersetzte Ende des 17. Jahrhunderts seinen hölzernen Vorgänger. Das über dem Wasser errichtete Rathaus ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Es weist barocke Elemente auf, entspricht in seinen Grundzügen aber dem Stil der Renaissance. Auch innen vermischen sich verschiedene Stilrichtungen. Historische Objekte und Kunstwerke erzählen in einer permanenten Ausstellung vom politischen Leben in Zürich.

Pavillon Le Corbusier

Der letzte Bau von Le Corbusier steht am Zürichsee. Der weltberühmte Schweizer Architekt plante den Kubus am Zürichhorn als Ausstellungsraum für sein künstlerisches Gesamtwerk – dieses umfasst alles von Skizzen und Zeichnungen über Ölbilder bis hin zu Skulpturen und Möbeln. Beim 1967 eingeweihten Pavillon verzichtete Le Corbusier zum ersten Mal auf Beton und konstruierte den Baukörper ganz aus Stahl und Glas. Dennoch blieb er seiner Philosophie der «neuen Architektur» treu: Das tragende Gerüst setzt sich aus flexiblen und beliebig erweiterbaren Bauteilen aus günstigem und funktionalem Industriematerial zusammen. Das Dach scheint vom Baukörper abgetrennt und schwebt wie ein Schirm über dem Haus. Farbige Emailplatten geben dem Kubus von aussen eine rhythmische Struktur.

ETH, Universität Zürich und Polyterrasse

Das imposante Gebäude der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wurde 1864 nach Plänen von Gottfried Semper erbaut. 50 Jahre später entstand direkt daneben die Universität Zürich – ein ebenso beeindruckendes Gebäude, in dem heute über 30’000 Studierende und Mitarbeitende ein- und ausgehen. Die Polyterrasse vor dem ETH-Hauptgebäude ist vom Central aus mit der Polybahn in wenigen Minuten zu erreichen. Von dieser Aussichtsterrasse bietet sich ein prachtvoller Ausblick über die Zürcher Altstadt.

Lindenhof

Im 4. Jahrhundert stand auf dem Lindenhof ein römisches Kastell – 500 Jahre später baute der Enkel von Karl dem Grossen an dieser Stelle eine königliche Residenz. Bis in die Neuzeit war der Platz der wichtigste Versammlungsort Zürcher Bürger: So wurde 1798 auf dem Lindenhof der Eid auf die helvetische Verfassung geschworen. Heute ist der Platz hoch über dem linken Limmatufer eine Oase der Ruhe und Erholung mitten in der Stadt und ein beliebter Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf die Altstadt mit Grossmünster und Rathaus.

Urania-Sternwarte

Die Urania-Sternwarte ermöglicht spannende Einblicke in den Kosmos: Zuoberst im 48 Meter hohen Rundturm ist ein Teleskop installiert, mit dem sich Himmelskörper mit einer 600-fachen Vergrösserung beobachten lassen. Nachdem Sie die Krater des Mondes oder die Wolkenbänder von Jupiter untersucht haben, können Sie Ihre Entdeckungsreise in der Jules Verne Bar fortsetzen: Von den Panoramafenstern unmittelbar unter der Sternwarte haben Sie einen einzigartigen Ausblick über die Stadt Zürich.

Fraumünster

Die Kirche mit dem Frauenkloster wurde 853 von König Ludwig dem Deutschen gestiftet. Das von Frauen des europäischen Hochadels bewohnte Kloster hatte grossen Einfluss und genoss die Gunst vieler Regenten. Bis ins 13. Jahrhundert hatte die Äbtissin das Münzrecht. Nach der Reformation gelangten Kirche und Klostergebäude in den Besitz der Stadt. Bedeutende Bauteile sind der romanische Chor und das hochgewölbte Querschiff. Die Nordfenster im Querschiff wurden von Augusto Giacometti gestaltet, der fünfteilige Fensterzyklus im Chor und die Rosette im südlichen Querschiff von Marc Chagall. Im Kreuzgang befindet sich ein weiterer Freskenzyklus von Paul Bodmer.

Niederdorf

Das auf der rechten Limmatseite in der Altstadt gelegene Niederdorf wird von Einheimischen liebevoll «Dörfli» genannt. Wie das parallel verlaufende Limmatquai ist auch das Niederdorf autofrei. Tagsüber laden die Fussgängerzone und viele, in kleinen Gässchen versteckte Läden zum Stöbern und Shoppen ein. Abends verwandeln sich das Niederdorf und das benachbarte Oberdorf mit seinen vielen Restaurants, Bars und Clubs in ein Vergnügungsviertel für ein bunt gemischtes Publikum. Ende August findet jeweils das «Dörflifäscht» statt – mit vielen Marktständen, kulinarischen Köstlichkeiten, Shows und Livemusik.

Paradeplatz

Als Zentrum der Schweizer Finanzbranche weltbekannt, ist der Paradeplatz gleichzeitig das Herzstück der Bahnhofstrasse und ein wichtiger Tramknotenpunkt in der Nähe des Sees. Im 17. Jahrhundert fand hier regelmässig ein Viehmarkt statt, weshalb der Platz damals «Säumärt» (Schweinemarkt) hiess. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Platz in «Neumarkt», 50 Jahre später in «Paradeplatz» umbenannt. Vom Paradeplatz aus gelangt man in die Zürcher Altstadt, an den Zürichsee oder zur Bahnhofstrasse.

Zürichsee

Als das Promenieren (Spazierengehen) in Zürich um 1800 herum Mode wurde, entstand um das untere Seebecken des Zürichsees die damals grösste zusammenhängende Grünanlage, und Zürich wandelte sich von der Kleinstadt am Fluss zur Grossstadt am See. In den Quaianlagen treffen sich Inlineskater, Baderatten, Schmuckverkäufer und Strassenkünstler zu einem kunterbunten Stelldichein.

Die Mitte der Uferpromenade bildet die Aussichtsterrasse am Bürkliplatz, von wo aus man die übrigen Quaianlagen – Mythenquai, General-Guisan-Quai, Utoquai und Seefeldquai – bewundern kann. Am Ende des Seefeldquais befindet sich der Chinagarten Zürich, ein Präsent von Zürichs Partnerstadt Kunming.